StartseiteOrtschaftenWehrsdorfChronik 1700-1900

Chronik von Wehrsdorf
1700 - 1900
Zum Anfange dieses Jahrhunderts befanden sich die Einwohner Wehrsdorfs in einem sehr dürftigen Zustande. Sie mußten mehrenteils durch Spinnen ihr Brot verdienen, weil die kalten und in Steinen liegenden Felder wenig Nutzen brachten, zumal da kein sonderlicher Fleiß daran gewandt wurde. Denn die Besitzer derselben waren gern zufrieden, wenn sie nur Gemenge und Hafer einernten konnten, woraus sie größtenteils mit ein wenig Sommerkorn vermischt ihr Brot zubereiteten. Winterkorn wurde damals sehr wenig gesäet, vielmehr die Anpflanzung und Erbauung des Hopfens besorgt. Die wenigen Weber, welche sich hier befanden, trieben ihr Handwerk nur in der Absicht, um sich ihre Hausleinewand selbst zu verfertigen. Nachher um die Zeit des Kirchenbaues kam unter die hiesigen Einwohner ein etwas tätigerer Geist. Sie lernten gegen die Jahre 1730 und folgende mehr Weberei, fingen an Barrasse oder Packeleinewand zu machen, wobei sie von den Sammlern derselben mehr als durch das Spinnen verdienten. Hernach fanden sich auch solche Weber, welche außer der Leinwand, die sie für ihre Haushaltung fertigten, auch für andere zum Verkauf Leinwanden machen ließen. Sie hielten sich hierzu in ihren Häusern Gesellen und suchten in Fertigung dieser Leinwanden immer bekannter zu werden. Unter diesen verdienen besonders Albrecht, Flügel und zwei Proze bemerkt zu werden.
Obgleich viele fortfuhren Barrasse zu machen, so fanden sich doch auch immer mehr Weber, welche sogenannte klare, sechsviertelichte Breite und Butzel-Leinwand bereiteten. Dies suchten besonders 1750 die beiden Weber Eisert senior und Böhme senior noch mehr emporzubringen.[Sie] hielten sich daher nicht nur in ihren Häusern besondere Webergesellen, sondern hatten auch im Dorfe viele Leinweber, denen sie Arbeit gaben, und verkauften sodann die von jenen gefertigten Leinwanden an die benachbarten Faktors.
Im Siebenjährigen Kriege fanden sich noch mehr Weber dazu, und wenn auch damals der Vertrieb der Leinwanden ein Jahr ins Stocken kam, so wurde derselbe in den folgenden Jahren desto stärker. In den Jahren 1774 und 1775 schien die Weberei der rohen Leinwanden im schönsten Flore zu sein. Wöchentlich kamen gewöhnlich drei Faktors aus Ebersbach, Friedersdorf und Schönbach in den hiesigen Gerichtskretscham (Erbgericht), um Leinwanden einzukaufen, sodaß vielmehr drei Kaufleute auf einmal zugegen waren und die Weber immer von dem einen zu dem andern gehen konnten. Der Berechnung nach wurden damals im Dorfe alle Tage zwanzig Stück achtviertelbreite Leinwanden fertig. Im Jahre 1785 fanden sich einige Weber, die auch weißgarnichte Leinwanden zu verfertigen suchten, und da ihr Versuch von Nutzen war, so taten dies andere nach, und so ist es denn bei der Fertigung dieser Ware zu großem Nutzen und zu zahlreicher Belohnung des Fleißes bis jetzt geblieben. Besonders in den letztverflossenen zehn Jahren erhob sich dieser Nahrungszweig also, daß Wehrsdorfs Einwohner gleich anderen Fabrikdörfern allerhand Farbe-, Matrosen-, Doppel- und andere gegitterte Musterleinwand fertigeten. Zugleich bemühten sich auch einige, Garn für sich und andre zu färben, ließen wegen ihrer vielen Arbeit und des starken Bertriebes ihrer Waren selbst ihre Kinder von 10 bis 12 Jahren Weberei lernen, sodaß diese, wenn sie vormittags die Schule abgewartet hatten, nachmittags den Eltern in der Weberei gleich einem Gesellen Verdienst und Nutzen schaffen konnten.
Daneben wurde auch die Barraß-Weberei so stark betrieben, daß von einem Weber immer wöchentlich 15 Stück und in der Gemeinde jährlich über 5000 Stück gefertigt, nach Dresden und Cottbus geliefert und von da nach Hamburg geschafft werden konnten.
Endlich haben auch viele Einwohner mit besonderm Fleiße ihre Felder zu verbessern, größer und tragbarer zu machen gesucht und durch Schießen und Spalten der Steine und deren Wegräumung seit 1759 über 30 Scheffel Feld urbar gemacht. Andre haben überdies seit einigen Jahren auf ihrern Feldern Brunnen gegraben, und das Wasser davon in Röhren auf ihre Gärten geleitet, auf welchen sie Bleichpläne angelegt haben, um ihre Garne und Leinwanden sich selbst zu bleichen und dadurch sich immer noch mehr Erwerb zu verschaffen.
So hat Gott die Einwohner Wehrsdorfs in diesem Jahrhundert besondert seit 1763 an Nahrung und Gütern reichlich gesegnet.
In Ansehung der Volksvermehrung hat sich gefunden, daß hier lebten

  im Jahre 1707 : im Jahre 1732:
Bauern 39 57
Großgärtner 5 7
Mittelgärtner 7 7
Kleingärtner 9 9
Häußler 64 86
zusammen 124 166


  im Jahre 1760 im Jahre 1800
Bauern 62 78
Großgärtner 8 12
Mittelgärtner 9 10
Kleingärtner 9 10
Häußler 86 98
Freiangeseßnen   11
zusammen 174 [219]


Unter den hier lebenden angesessenen Einwohnern finden sich mit Namen (um 1800):

Albrecht 3 Hänsel 5 Reimann 1
Allmann 1 Heinke 1 Richter 45
Ackermann 1 Heinrich 1 Schierz 1
Ander 1 Israel 2 Sanner 1
Augsten 19 Knobloch 5 Simmich 1
Baumheckel 8 Küchler 1 Schöne 2
Berthold 1 Lehmann 1 Scholze 8
Becke 2 Matthes 3 Schwer 4
Böhme 14 Mautsch 1 Steglich 2
Dreßlern 1 Montag 2 Tietze 6
Eisert 10 Müller 4 Thonig 2
Flügel 8 Marschner 5 Thomas 1
Gerber 5 Neumann 2 Ulbricht 5
Grosche 1 Nikol 4 Vetter 2
Güntschel 1 Paul 1 Wolf 3
Harnisch 1 Proze 4 Wendebaum 3
Herrmann 3 Pech 2 Wobst 2
        Zistel 6
           
    zusammen 219 Wirte    
    darunter 564 Personen männlichen und  
      570 Personen weiblichen Geschlechts  
    in allem 1134 Personen    


Die Richter, welche der Gemeinde von 1700 bis 1800 vorgestanden haben sind gewesen folgende:

1. Hanns Müller Mitbauer von 1707 bis 1712
2. Hanns Augsten Häusler von 1712 bis 1721
3. Johann Zimmer   von 1721 bis 1728
4. Hanns Christoph Flügel   von 1728 bis 1729


Hierauf übernahmen die Pachter in dem herrschaftlichen Gerichtskretscham die Richterstelle, welche damals oft verändert wurde.

5. Johann Christoph Richter   von 1741 bis 1750
6. George Zistel Häusler bis 1757
7. Gottfried Richter Pachter bis 1764
8. Adam Friedrich Eisert Häusler bis 1775
9. Matthäus Pech Erbkretscham-
besitzer
von 1775 und noch
gegenwärtig (1800)


1709
Da war ein sehr harter Winter.

1721
Das Jahr zeichnete sich besonders durch schwere Stürme aus. Für eine Folge davon hielt man, daß ganze Strecken der größten Tannenbäume in den hiesigen Waldungen sowie im Ganzen kurfürstlichen Sachsen von dem Wipfel bis an die Wurzel verdorrten, weil vermutlich die heftigen Bewegungen durch den Sturm die Hauptwurzeln der Bäume aus ihrem Lager gerissen hatten und ihnen dadurch der Zugang zu den nötigen Säften entzogen war.

1723
Den 23. Januar abends um 8 Uhr kam bei dem Halbbauer Christoph Wahlen im Niederdorfe Feuer aus und legte die sämtlichen Gebäude in Asche.
Den 7. September ereignete sich das Unglück, daß ein kleines Kind jämmerlich umkommen mußte. Die Eltern desselben, Christoph Koblauch, ein Mittelgärtner im Niederdorfe, und dessen Ehewirtin waren auf das Feld gegangen, um das Ihrige zu beschicken, und hatten ihr schlafendes Wiegenkind in der wohlverwahrten Stube zurückgelassen. Dennoch reißet sich ein Schwein hinein, macht sich über das Kind und frißt an dem Gesichte, bis eines dazukommt und es wegtreibt. Allein das unglückliche Kind war schon so übel zugerichtet, daß es nur noch etliche Stunden lebte. - Eltern werden schon ohne meine Erinnerung wissen, welche Lehre sich aus diesem traurigen Vorfalle ziehen lasse.

1724
Den 17. November brach in den Vormittagsstunden bei Michael Rönschen, dem nächsten Bauer am Pfarrhause, im Wohngebäude ein Feuer aus, welches aber wieter nichts als dies Gebäude verzehrte.

1728
Den 20. Juni früh in der 4. Stunde schlug der Donner in Hanns Adam Protzes, Großgärtners in Niederwehrsdorf, Wohngebäude und verwandelte dasselbe gänzlich in einen Aschenhaufen. Menschen und Vieh aber wurden noch gerettet.

1731
Den 1. September starb Matth. Schwers, eines Halbbauers im Oberdorf, Söhnlein von 8 Jahren, Michael genannt, auf eine jämmerliche Weise an der Hundeswut, weil es sechs Wochen vorher ein toller Hund gebissen hatte.

1733
In der Nacht zwischen dem 23. und 24. November erhob sich ein reißender Sturm, der in den Wäldern und an den Häusern großen Schaden tat, auch das hiesige Kirchendach sehr beschädigte.

1734
Den 17. März ward Hanns Christopf Tegemeier, ein hiesiger Mitbauer und seiner Profession nach ein Buchbinder, in seinem Busche auf einem Berge tot angetroffen, wohin er erst vor 2 Stunden gegangen war, um sich etwas Holz hereinführen zu lassen, weshalb er auch einen Wagen dahin bestellt hatte. Vermutlich war er an einem Schlagflusse gestorben.
Den 8. Mai nahm der neuerwählte Dekan Herr Jakobus Josephus Wosky hier die Huldigung an und schenkte an diesem Tage der Gemeinde die eiserne Uhr, welche bisher auf dem herrschaftlichen Hofe befestigt gewesen war. Diese wurde sogleich auf den hiesigen Kirchturm gebracht und ist bisher gangbar erhalten worden.

1735
Am Sonntage Misericordias Domini den 24. April am Morgen ward Johann Martin Binder, ein abgedankter Soldat aus Kirschau, in hiesiger Oberschenke am Tische sitzend tot angetroffen.

1736
Den 22. Mai mußte Michael Richters, Häuslers und Zimmermanns im Oberdorfe Töchterlein Anna Maria von drei Jahren jämmerlich das Leben endigen, weil es den 12. vorher mit siedendem Wasser über und über war begossen worden und also 10 Tage lang große Schmerzen ausgestanden hatte.

1737
Den 26. Mai abends in der 6. Stunde schlug das Gewitter in die hiesige Pfarrscheune an der niederen Ecke, davon der vordere Sparren und dessen Grundsäule sehr zersplittert und zwei Bretter abgeschlagen wurden. Der Blitz war bei dem Heu heruntergegangen, welches davon unversehrt geblieben war, doch hatte er einige Splitter darauf geworfen.

1739
Den 21. Juni früh in der 4. Stunde brannte Zacharias Richters, Häuslers, Webers und Bleichers im Niederdorfe, unter der Obermühle, Wohnhaus ab. Vielen, die ihre Leinwand bei ihm zum Bleichen hatten, verbrannte dieselbe.

1740
Ist wegen eines harten Winters zu bemerken.
Den 29. Mai am frühen Morgen ward Hanns Knoblauchs, Häuslers im Oberdorfe Söhnlein Hanns Christopf, 12 Jahre alt, in dem Bache am väterlichen Hause an einem ganz seichten Orte tot aufgehoben. Es hatte sich abends zuvor bei einer Hochzeit mit Bier und Branntwein etwas überfüllt.

1746
Den 17. Dezember früh in der 5. Stunde ging der hiesige Gerichtskretscham durch Verwahrlosung des Dienstknechtes mit einem im Pferdestalle zurückgelassenen brennenden Lichte, im Feuer auf. Es brannte das Gericht- und Wohnhaus darnieder, der Kuhstall, Scheune wie auch das Brauhaus wurden aber noch erhalten.

1748
Den 9. Mai nachmittags in der 3. Stunde erhob sich ein schreckliches Hagelwetter. Die Schloßen fielen nicht nur in großer Menge, sondern es waren auch die meisten darunter fast so groß wie ein Hühnerei. Sie zerschlugen alles an der Wetterseite, töteten Hühner und Gänse, und in den Erdboden machten sie Löcher, als ob Hühnereier nebeneinander gestanden hätten. Dies betraf Sebnitz, Neustadt und die ganze Gegend bis Sohland, Schirgiswalde und Crostau.

1749
Den 13. Mai ließ sich der Donner in der Mittagsstunde unvermutet zweimal nacheinander hören, ohne zu regnen, und schlug in die Linde, die im Oberdorfe bei Michael Richters Hause an dem Teiche stand. Er hatte nur etwas Rinde abgeschält und einen dürren Ast herabgeschlagen.
Den 24. April hatte Michael Hilles, Mitbauers im Oberdorfe, zweite Tochter Anna Maria von 16 Jahren als Dienstmagd im Gerichte das Unglück, in die siedende Braupfanne zu fallen, worauf sie nach vier Stunden ihren Geist aufgeben mußte.

1750
Den 3. September ertrank Christian Nikols, Häuslers im Niederdorfe, Söhnlein Gottlob in der durch die Wiese bei seinem Hause vorbeilaufenden Dorfbach. Es war über das darüberliegende Brett seiner Mutter, ihr unwissend, nachgegangen und mochte davon herab ins Wasser gefallen sein. Es war 1 Jahr 21 Wochen 4 Tage alt.

1751
Den 26. Oktober wurde Johann Christoph Dietrich, ein 55jähriger Mann aus Hielgersdorf, nachdem er den Tag über mit der Leier durchs Dorf betteln gegangen war, in dem hiesigen Gerichtkretscham vom Schlage gerührt und blieb sogleich tot. Sein Leichnam wurde auf einen Revers nach Lobendau willig verabfolget.

1752
Den 4. Mai ward des gegen Abend plötzlich stockfinster. Über der Kirche stand eine Wolke; als diese brach, kam das Wasser häufig geschossen. Im Pfarrhause lief es stark zu einer Tür hinein und zur anderen hinaus, drang auch in die Wohnstube, daß man für Wasser nicht mehr gehen konnte. Die Felder wurden sehr zerrissen, die erst besäten Äcker verloren viel von den ausgestreuten Körnern, die vom Wasser mit fortgeschwemmt worden.

1754
Den 16. Dezember abends in der 6. Stunde brannte Matthäus Reihmanns, Häuslers im Niederdorfe Haus gänzlich ab. Das Feuer war vermutlich durch Unvorsichtigkeit mit einem Spane ausgekommen.

1755
Den 14. Mai gegen Abend in der 6. Stunde ertrank Hanns George Augstens, Häuslers und Tagelöhners, jüngstes Töchterlein Anna, in des Salzfuhrmanns Hausteiche. Es war 3 Jahr 7 Monate alt. Der Vater hatte zu der Zeit Holz daselbst geschlagen und das Kind um sich gehabt, welches vermutlich nach Blumen am Teichrande gelangt hatte und darüber ins Wasser gefallen war.

1756
Den 15. Februar entstand noch vor Tage abermals ein schrecklicher Sturm, welcher unter andern großen Beschädigungen an der obern Seite des Kirchturms das ganze Kappfenster oder sogenannte Schalloch wegriß, über die Kirche wegführte und noch ganz aneinanderhängend in den Pfarrhof warf.
Den 25. Juni nachmittags in der 3. Stunde fiel bei einem starken Donnerwetter gleich hinter der Kirche ein Wolkenbruch davon die Pfarrwohnung in einem Augenblicke ganz überströmt wurde und das ganze Dorf im vollen Wasser stand. Doch ist weiter kein Schaden geschehen, als daß die Felder sehr zerrissen waren.
Bald darauf den 2. Juli goß ein heftiges Ungewitter wiederum gewaltig viel Wasser aus, und zwar nur in der Mitten des Dorfes, sonderlich um die Kirche herum. Auch taten die Schloßen in den Feldfrüchten großen Schaden, schlugen den Hopfen ab, zerknickten das Korn, legten die Schoten nieder und zerschlugen die Krautpflanzen. Der unglückliche Strich hat bis Mittel-Sohland gereicht und daselbst gleichen Schaden getan. In Steinigtwolmsdorf aber hat sich nur der Donner hören lassen und eine Kuh in der Hofherde erschlagen.

1758
Den 13. Dezember vormittags in der 11. Stunde kam über Hanns Christoph Eiserts, Mitbauers im Niederdorfe, Wohnhaus ein Feuer und verzehrte es gänzlich, doch wurden noch die Betten, Kleider und das Vieh gerettet. Dies Feuer war durchs Backen ausgekommen.

1762
Den 29. November rückte hier eine Kompanie von dem Prinz Carlschen Dragoner-Regimente ein, welche den 27. März 1763 wieder abmarschierte. Diese Einquartierung nebst den Fuhren hat der Gemeinde über 1000 Taler Kosten verursacht.

1765
Zu Weihnachten fiel ein großer Schnee, der bis März lag.
Den 10. Oktober abends in der 10. Stunde brach, durch Unvorsichtigkeit veranlaßt, eine plötzliche Feuersbrunst aus in dem Hause Gottfried Flügels, Mitbauer im Oberdorfe, welches eine heftige Glut machte und das ganze Wohngebäude und Scheune völlig in Asche legte, sodaß nur die Menschen und das Vieh gerettet werden konnten, Zu allem Glücke war die Luft ganz stille, und Gottes Schutzhand verhütete, daß kein Nachbar verunglückte, obgleich das brennende Haus von allen Seiten in der Nähe von anderen Häusern stand.

1766
Den 10. August ist Adam Friedrich Eisert senior, Häusler und Gerichtsschöppe allhier, welcher in Ringenhain bei seiner Tochter zum Besuch gewesen war, auf dem Rückwege noch in besagtem Dorfe vom Schlage gerührt und tot in seine Eidams, des Acciseinnehmers Lehmanns, Haus gebracht und darauf den 13. August in Neukirch beerdigt worden.

1767
Den 12. August abends um 6 Uhr war hier ein heftiges Schloßen- und Hagelwetter mit vielem Regen, welches besonders das obere und Mittel-Dorf betraf, wodurch in Zeit von einer Viertelstunde die meisten Garten- und Feldfrüchte niedergeschlagen, auch sehr viel Fenster zerschmettert wurden. Die Schloßen lagen an manchen Orten fast eine Viertelelle dick. Der dadurch verursachte Schaden wurde auf gnädiger Herrschaft Befehl am 17. August durch dreierlei Gerichten befestigt und taxiert.
Den 2. Juni wurde Christoph Lehmann, Häusler im Niederdorfe, auf hiesigen Feldern vom Schlage gerührt und blieb sogleich tot. Einige Stunden darauf wurde er gefunden und in seine Wohnung zurückgebracht.

1768
Im Januar war eine außerordentlich strenge Kälte, das Eis blieb lange in den Frühling hinein liegen, wodurch das Winterkorn erfror und auf den Wiesen weiße Flecken bleiben. Wegen der fortwährenden kalten Witterung wurde auch sehr wenig Heu.

1769
Den 5. November abends gegen 6 Uhr war ein Gewitter und dabei ein entsetzlicher Sturmwind, welcher hier und an anderen Orten großen Schaden tat. In Wendisch-Sohland riß er die Schenke und drei Häuser um.
Den 19. Juli nachmittags um 3 Uhr zündete der Blitz bei einem trockenen Gewitter Hanns Gottfried Augstens, Drittelbauers im Oberdorfe, Wohnhaus und zugleich des anderen Mitbesitzers Scheune an, wodurch die Scheune ganz und das Wohnhaus bis auf die Stube abbrannte, auch eine Kuh getötet wurde. Desgleichen war auch den 16. August des Nachts ein so heftiges Gewitter, daß sich die ältesten Personen nicht erinnern konnten, dergleichen erlebt zu haben. Es stand von abends um 11 Uher bis früh um 3 Uhr und zündete in Petersbach ein Haus an.
Den 22. Juni wurde Frau Anna Maria Zenkerin geb. Schönin, aus Wilthen, als sie ihre Mutter zu besuchen hierher kommen wollte, auf ihres Schwagers, Gottfried Schönes, Bauers allhier, Felde nachmittags um 5 Uhr vom Schlage gerührt, tot in ihrer Mutter Haus gebracht und sodann hier beerdigt.

1771
Es fiel den 23. bis 27. März ein sehr tiefer Schnee, welchem sehr strenge Kälte folgte, die vom 28. März bis den 11. April anhielt. Der Schnee ging erst zu Ende des Aprils nach und nach durch die Sonne.
In den Monaten Juni, Juli, August und September waren mehrenteils Regenwetter, wodurch große Wasser und Überschwemmungen hier und an anderen Orten entstanden. Davon wurde viel Getreide, Kraut und Futter verdorben. Die Ernte fiel sehr gering aus wegen der wenigen Körner, und die Teuerung nahm immer mehr überhand.

1772
Die Weber hatten wenig Verdienst, das Stück Garn nach hiesiger Weisse wurde nur für 4 1/2 Groschen gekauft. Die Hungersnot nahm so zu, daß die Menschen sich nicht zur Hälfte sattessen konnten. Alle Lebensmittel waren in einem sehr hohen Preis. Das Mäßel Hirse galt 6 Groschen, der Grütze 5 Groschen, und derjenige war noch glücklich, der statt des Brotes nur Erdbirnen haben konnte. Mit diesen haben viele Menschen 5 und mehrere Wochen ohne Brot sich behelfen müssen. Andere haben in deren Ermangelung Nesseln, Kräuter und Quecken zur Speise gesucht, auch von Gesäme und Knotspreu Brot gebacken und dasselbe gegessen, wodurch natürlich viele erkrankt sind und starben. Endlich löste uns Gott aus dieser Teuerung.

1773
Den 19. April ward die alte Schulwohnung abgebrochen und den 10. Mai das neue Haus aufgesetzt.

1776
Desgleichen war vom 19. bis 31. Januar eine sehr strenge Kälte, von welcher Beobachter behaupten, daß sie die im Jahre 1740 auf 4 1/2 Grad überstiegen habe.
Den 13. Mai nachmittags traf hiesigen Ort abermals ein Hagelwetter, wobei die Schloßen wie eine welsche Nuß groß waren, tat Gott Lob! den Früchten wenig Schaden.
Den 30. Januar ist Hanns Christoph Richter, Inwohner allhier (Pörsekopf genannt), zu Ringenhain in einem Eisloche im Wasser, wo er vermutlich hatte trinken wollen, tot gefunden und darauf in Neukirch zur Erde bestattet worden.

1777
Den 1. September entstand ein großer Sturm, der sehr viel dürren Flachs entführte und die Gerste und das Sommergetreide fast entkörnerte, da schon vorher durch vierzehntägige Nässe viel verderbt und verfault war.
Den 22. Juni verunglückte des niederen Schenken Simmich einziges Söhnlein namens Gottlieb Traugott in einem Laugenfaß, wodurch es sich über den ganzen Leib verbrühete und in acht Tagen drauf 2 1/2 Jahr alt sein Leben beendigte.

1778
Den 4. Juni abends gegen 7 Uhr verursachte ein starker Regenguß großes Wasser, welches in Feldern großen Schaden tat, die Lein- und Krautäcker wegriß und Hafer, Gerste und Weizen überschwemmte und verderbte.

1779
Am 3. Juni fiel ein sehr harter Frost ein, wodurch sehr viel Korn erfror, sodaß nach der Ernte das Schock nur zwei Viertel auch nur ein Viertel beim Ausdreschen gab.

1781
Den 8. August war hier so großes Wasser, als achtzigjährige Männer sich nicht erinnern, erlebt zu haben. Doch hat es keinen beträchtlichen Schaden getan.

1782
Zeichnete sich besonders durch große Hitze aus. Dieselbe war im vorzüglich in den Monaten Juli, August, September so groß, daß viel Sommergetreide nebst dem Flachs gänzlich ausbrannte, die Erdbirnen (Kartoffeln) nur wenig gerieten und das Heu und Futter verdarb. Das Schock Stroh galt 9 bis 10 Taler und der Zentner Heu 32 Groschen, weshalb viel Rindvieh weggeschafft werden mußte.

1783
Im Monat Juni und Juli war fünf Wochen nacheinander eine sehr große Hitze. Um die Berge war ein trüber und dicker Höherauch, durch welchen die Sonne ganz strahlenlos und blutrot zu sehen war. Die Naturforscher gaben die in diesem Jahre häufigen Erdbeben, wodurch unter anderm ein großer Teil von Unteritalien verwüstet ward, als Ursache dieser außerordentlichen Naturbegebenheit an.
Der Winter fing schon zu Anfange des Novembers an und dauerte bis in die Mitte des April 1784 mit Frost, Schnee und Kälte größtenteils fort.

1784
Es fiel im Februar ein tiefer Schnee, und am 1 März erreichte die Kälte den nämlichen Grad, wie im Januar des Jahres 1776. Dieser Schnee ging erst im Monat Mai richtig ab.

1788
Im Winter 1788/89 war gleichfalls großer Schnee und Kälte. Besonders war am Heiligen Weihnachtsabend ein solches Schnee- und Sturmwetter, daß an vielen Orten keine Christnacht gehalten werden konnte.

1791
Den 2. August zu Mittage um 1/2 1 war hier ein heftiges Donnerwetter und darauf so dicke Luft, daß man kaum Atem holen konnte. Sodann erhob sich ein heftiges Sturm- und Schloßenwetter, das im hiesigen Orte zwar Gott sei Dank! keinen Schaden verursacht, aber in dem benachbarten Sohland alle auf dem Felde stehenden Früchte an Korn, Gerste, Hafer, Flachs, Kraut, Erdbirnen und so weiter in die Erde schlug und gänzlich verderte.

1793
Den 3. August nachmittags um 5 Uhr schlug nach einem heftigen Gewitter der Blitz, doch ohne zu zünden, in Elias Gerbers, Halbbauers, Hausgiebel und in das danebenstehende Pflaumenbäumchen, zersprengte am Giebel ein Brett und ritzte am Bäumchen die Rinde auf.

1794
Den 5. Mai abends gegen 8 Uhr war ein so heftiger Sturm mit Gewitter und Regen begleitet, daß dadurch viele Häuser aufgedeckt, 28 Obstbäume im Dorfe umgerissen und zerbrochen wurden. Auch tat dieser Sturm in den hiesigen Büschen großen Schaden. Auf dem Ulbrichtsberge allein waren 25 Bäume umgeworfen und entzweigebrochen.

1795
Den 29. April abends gegen 8 Uhr ging in Christian Neumanns, Mitbauers im Oberdorfe, Wohgebäude durch Unvorsichtigkeit in Feuer auf. Es blieb zwar ein Teil der Stube stehen, übrigens aber wurde wenig gerettet.

1797
Den 6. Juli früh um 6 Uhr ward Gottfied Richter, Mitbauer und Häusler im Schirgiswalder Neudorf, unweit der Schenke vom Schlage getroffen und blieb sogleich tot. Sein Leichnam wurde gegen Revers hierher ausgeliefert und beerdigt.

1798
Ein strenger Winter war der von 1798/99.
Den 2. Juni um 3 Uhr schlug der Blitz mit einem starken Donnerschlage ohne weiter zu wittern in einen Hanns Gottried Richtern, Nr.66, gehörigen Pflaumenbaum und fuhr davon in das daran stoßende Pflanzenbeete, welches dadurch aufgerissen wurde. Hierauf erfolgte ein großer Regenguß mit Schloßen, wodurch jedoch kein Schaden verursacht wurde.
In diesem Jahre kaufte gnädige Herrschaft einen Plangarten von Gottfried Zisteln und ließ darauf noch in diesem Jahre ein neues Haus zu einem Absteigequartier erbauern.

1799
Dieser Winter übertraf den vorhergehenden an Kälte, doch waren beide höchstwahrscheinlich die kältesten im ganzen Jahrhundert.
Am 30. Mai des Nachts zwischen 1 und 2 Uhr geschah bei Daniel Böhmen im Oberdorfe durch gewaltsamen Einbruch ein großer Diebstahl und wurden entwendet 14 Weben in 28 Stücken aus dem Bleichfasse, 2 rohe Leinwanden von Stühlen abgezogen, 7 Stück feines rohes Garn, eine silberne Taschenuhr, ein Paar Stiefel und ein Spanisch Rohr.

1800
Am 9. November abends nach 10 Uhr entstand ein Gewitter und nachher ein entsetzlicher Sturmwind, welcher ein paar Stunden abwechselnd anhielt, wodurch viele Häuser aufgedeckt und an den Häusern und in den Büschen ein großer Schaden verursacht worden.

1805
In diesem Jahr wurde ein schwaches Erdbeben in der ganzen Oberlausitz verspürt, das sich weit bis nach Böhmen hinein erstreckte. In Wehrsdorf hörte man gegen Abend ein Gepolter, als wie das Gerassel und Gepolter eines schnellfahrenden Wagens. Zu gleicher Zeit drang das Wasser überall aus der Erde stromweise hervor, vor allem auf den höchsten Bergen. An mehreren Orten entstanden Brunnen, wo vorher niemals welche gewesen. In Bautzen und an anderen Orten verursachte das große Wasser vielen Schaden. Es wurden ganze Häuser, Mühlen und Bleichen ruiniert und fortgerissen. Ein Mühlrad in der hiesigen Mühle hatte von selbst angefangen sich einigemale zu drehen.

1806
Da war die unglückliche Schlacht bei Jena zwischen den Franzosen unter Napoleon und den verbündeten Preußen und Sachsen, von welcher Zeit an unsere Lausitz und auch Wehrsdorf von durchmarschierenden Truppen aus allen Nationen viele Drangsale erlitten hat. Wehrsdorf hat wohl an 3-4000 Taler in diesem französischen Kriege Schulden gemacht. Mehrere Einwohner verloren durch die vielen Spannfuhren und Leistungen und Einquartierungen, wie aus den hiesigen Gemeinderechnungen zu ersehen ist, Kühe, Pferde, Wagen, und der Gottesdienst mußte mehreremale unterbrochen und ausgesetzt werden. Mehrere Rekruten aus der hiesiegen Gemeinde sind in diesem Kriege teils erfroren, teils erschossen worden, teils von Strapazen umgekommen und aus Rußland nicht wieder heimgekehrt.

1810
legte der Niedermüller Böhme hier eine Walkmühle an zur Verbesserung des Fabrik- und Leinwandwesens, was hier bei dem vielen Absatze, da viele Einkäufer aus Berlin, aus Cottbus, Frankfurt und vielen anderen Orten hier ankamen, immer mehr in Aufnahme kam.

1812
wurde wieder ein große Erdbeben in der Nacht nach 1 Uhr mit großem Getöse, bei hellem Wetter und heiterer Witterung verspürt. Den 1. August! Die Glocken auf vielen Türmen schlugen an, und stillstehende Mühlräder fingen an zu gehen.
Desgleichen wurde den 15. September abends eine große Feuerkugel gesehen, welche die hiesigen Einwohner in großen Schrecken versetzt und das ganze Dorf erleuchtet hat. Den 16. September fing der Winter mit einer großen anhaltenden Kälte an, so daß in Rußland in einer Nacht 30.000 Pferde und viele Mannschaft von der französischen Armee erfroren und viele Soldaten aus der hiesigen Gemeinde sich Füße, Beine , Hände erfroren und in die Lazarette geschafft worden sind.

1813
Brachten die aus Rußland zurückkehrenden französischen, bayrischen und sächsischen Soldaten ansteckende Krankheiten, vor allem das bösartige Nervenfieber (Typhus), mit in die hiesige Gegend, an welchem Nervenfieber viele hiesige Einwohner gestorben, welche wegen zu befürchtender Ansteckung, auf herrschaftliche Anordnung Wache vor das Haus bekamen und dann von Pferden auf den Kirchhof gefahren und ohne Klang und Gesang ganz in der Stille begraben worden sind.
Den 11. und 12. Mai wurde hier in Wehrsdorf eine starke Kanonade gehört, indem die Franzosen auf der Straße von Dresden aus bis nach Bischofswerda die Preußen verfolgten, und abends ganz Bischofswerda in Feuer und Rauch aufging, welches entsetzliche Feuer den ganzen Himmel errötete.
Den 13. und 14. Mai kamen viele Kosaken nach Wehrsdorf, um zu fouragieren, welche große Furcht und Schrecken verbreiteten. Es wurden von ihnen sogenannte Piquets auf den sogenannt. Wachsteinen und Schenksberge und anderen Orten aufgestellt. Sie ritten im Dorf auf und nieder, stachen mit ihren langen Lanzen Hühner und Gänse tot, schlachteten Ziegen, und nahmen den Einwohnern Geld und andere Sachen hinweg. Die Einwohner fingen daher an, ihre Habseligkeiten zu verstecken und zu vermauern.
Den 15. Mai kam ein russisches Lager nach Weifa und Steinigtwolmsdorf mit Kanonen und Gepäck.
Den 19. Mai kam sogar ein russisches Lager nach Nieder-Wehrsdorf mitten in der Nacht. Sie zündeten große Wachfeuer an, und es schien in der Dunkelheit der Nacht, als ob ganz Wehrsdorf in Feuer stünde. Sie drangen mit Gewalt in die Häuser ein, sie schlugen den Leuten die Türen und Fenster entzwei, nahmen ihnen Hafer, Brot, Stroh, Holz, Kühe hinweg, zogen ihnen die Kleider und Stiefel mit Gewalt vom Leib herunter, mißhandelten sie auf mancherlei Art und Weise, und nahmen sie als Wegweiser aus den Häusern mit fort. Das waren nun äußerst gefahrvolle Zeiten und unruhige Tage für unser Wehrsdorf. Und wenn uns Gott nicht augenscheinlich behütet hätte, so würde viel Unglück entstanden sein. Die Leute trieben nun ihr Vieh in die Büsche oder schafften es nach Böhmen, und man sah ganze Züge mit Männern, Weibern und Kindern nach Böhmen wandern. Von Neukirch her hörte man eine starke Kanonade, und russische Scharfschützen, von den Franzosen verfolgt, kamen bis nach Wehrsdorf.
Den 21. Mai erfolgte eine große Schlacht hinter Bautzen, die Schlacht bei Wurschen genannt, wo wir hier den ganzen Tag sehr deutlich kanonieren hörten. Nun wurden wieder sehr viele Einwohner aufgeboten, die Blessierten und Verwundeten fortzuschafffen und die Toten zu begraben, und ganz Bautzen war damit angefüllt. Man brachte nun Flinten, Kugeln, Degen usw. von den Schlachtfeldern mit, womit die Kinder hier spielten. Auf dem Schloß in Bautzen waren bloß an einem Tage 185 Blessierte gestorben, und unser gnädiger Bischof Lock in Bautzen mußte alle seine Zimmer wegen der Blessierten räumen. Nun wurde anfänglich auf sechs Wochen ein Waffenstillstand geschlossen, und wir bekamen hier während dieser Zeit die Polacken zur Einquartierung, welche die Einwohner sehr quälten und beunruhigten und welche Wehrsdorf viel Unkosten verursacht haben. Der Pastor Allmer bekam auf die Pfarre mehrere polnische Offiziere und zuletzt zwei russische Feldprediger zur Einquartierung, die sich sehr unhöflich betrugen. Es enstand nun große Not wegen der Hafer- und Gerstelieferung, die nicht mehr zu bekommen und in Böhmen aufgekauft werden mußte.
Den 10. Augugst wurde von dem hier im Orte stehenden polnischen Korps Napoleons Geburtstag in unserm Gotteshause gefeiert, wobei der Pastor Allmer eine Rede halten und mehrere Lieder singen lassen mußte.
Den 18. August fingen die Feindseligkeiten wieder von neuem an, und die Posten, die uns sehr lästig geworden, brachen nun auf und marschierten nach Böhmen.
Den 22. August kamen während des Vormittagsgottesdienstes 26 französische Marodeurs nach Wehrsdorf uns setzten das ganze Dorf in großen Alarm. Nachdem man ihnen aber genug Geld und Schnaps gegeben, zogen sie wieder ab.
Den 10. September ritten in der Nacht 300 Mann preußische Kavallerie durch Wehrsdorf, ganz in der Stille, überfielen die Posten bei Neukirch und töteten etwa 250 Mann.
Den 15. September kam ein russischer General mit einem Schwarm Reiter in das hiesige Gericht und verlangte 20 Vorspannwagen mit vier Pferden vor jeden Wagen. Und da man dieses nicht imstand war herbeizuschaffen, drohte er, binnen drei Stunden das Dorf anzünden zu lassen. Er ließ den Richter an eine Säule binden und mit russischen Knuten hauen. Nur auf vieles Bitten und Geschenke ließ er sich mit 15 Wagen begnügen, und vor jeden Wagen vier Kühe gespannt, von welchen Wagen mehrere mit Zug und Zeug verloren gegangen sind.
Den 18. Oktober wurde die große Völkerschlacht bei Leipzig geschlagen und nunmehr unsere Lausitz einigermaßen von den vielen Durchmärschen und Drangsalen in etwas befreit.
Bald darauf entstanden nun wieder viele Krankheiten als Folgen des Krieges, endlich auch eine heftige Viehseuche in hiesiger Gegend.
Den 8. Dezember war die große Landwehrrekrutierung, wobei Wehrsdorf 26 Mann stellen sollte.

1815
Am 30. März brachte das Sohländer Gericht die Frau eines hiesigen Branntweinbrenners im Gerichtskretscham auf einem Wagen nach Wehrsdorf, ladet sie auf der Grenze ab, gleich bei Seilers Wiesen, mit ihrem Kinde von 15 Wochen, und weil sie die Wehrsdorfer als eine Fremde nicht einnehmen wollen, so muß die Frau mit ihrem Kinde länger als 8 Tage unter freiem Himmel liegen. Aus Mitleid bauen ihr aber die Wehrsdorfer eine Reisighütte und versorgen sie mit Brot, Semmeln, Kleidern, Kaffee usw. auf das reichlichste. Auf herrschaftliche Anordnung wurde sie endlich in das Gericht hereingeholt und sollte unterdessen bis zum Austrag der Sache für ein Quartier gesorgt werden. Sie begibt sich hernach nach Rodewitz.

1818
In diesem Jahre wurde hier die erste Mangel zur Verbessserung des Fabrikwesens und Verschönerung der Leinewand angelegt und zwar von Carl Traugott Müller, Halbgroßgärtner und Tischler in Oberwehrsdorf.

1819
In diesem Jahre fing der Handel mit Leinewand an immermehr zu stocken. Der Verdienst der Weber war dabei sehr gering. Zum Glück der armen Leute wurden die Lebensmittel wegen Mangel an barem Gelde immer wohlfeiler. Ein Scheffel Korn kostete nicht mehr als 2 Taler 4 Groschen, der Scheffel Hafer 1 Taler 12 Groschen, der Scheffel Erdbirnen 9 und 10 Groschen, der Scheffel Weizen 4 Taler. Desgleichen wurde auch das Schlachtvieh immer wohlfeiler: das Pfund Rindfleisch 1 Groschen 3 Pfennige, Kalbfleisch 10 Pfennige, Schweinefleisch 2 Groschen. Eine gute Zuchtkuh kostete etwa 15 Taler, während sie vor 2 bis 3 Jahren noch 30 bis 40 Taler galt.
Den 12. Juni ließ Johann Gottlob Böhme, Mitbesitzer des ehemaligen alten Hofes allhier, seinem verstobenen Vater zu Ehren einen doppelten Leichenstein setzen und den Platz mit einem angestrichenen zierlichen eichenen Zaune umschließen. Weil es aber nicht mit Einwilligung der Gemeinde geschah, so wurde in der Nacht der Zaun abgebrochen und darniedergerissen. Und als er ihn wieder aufsetzen und mit eisernen Klammern befestigen ließ, so wurde nun der schöne und teure Leichenstein von unbekannten und frevelhaften Händen beschädigt. Es wurde zwar von seiten der Gerichtsherrschaft nachgeforscht und eine Prämie von 50 Talern ausgesetzt, aber vergeblich. Es blieb unentdeckt.

1820
Den 30. Juni abends gegen 8 Uhr starb allhier der verdienstvolle Schulmeister und Gerichtsschreiber Johann Georg Geißler plötzlich und unvermutet an Schlagfluß auf freiem Felde, auf Eiserts Hansfriedels Gute, nach einer beendigten Feldvermessung zwischen Schulzens und Eiserts Gute. Er stürzte auf dem Rückweg auf einmal darnieder und wurde tot aufgehoben.
Am 19. n. Tr. hielt nun der neuerwählte Schulmeister Kaufer, aus Neukirch gebürtig, der bisher 3 Jahre im Schulseminar zu Bautzen gewesen, seine öffentliche Schulprobe im hiesigen Gotteshause. Am 18. Oktober wurde er dann in das Schulhaus eingeführt und ihm die Schuljugend übergeben. Hierauf wurde er als Gerichtschreiber in Pflicht genommen.

1821
Dieses Frühjahr war sehr kalte und regnerische Witterung. Es schneite wegen der länger als ein Vierteljahr anhaltenden, kalten und nassen Witterung noch im Monat Juni. Man fing an, allgemein an einer gesegneten Ernte zu zweifeln. Allein bei aller Nässe und kalten Witterung wuchs das Korn zu außerordenlicher Länge. Nur die weicheren Gartengewächse wollten nicht gedeihen und erfroren mehrere Male. Den 19. August trat aber auf einmal schönes Erntewetter ein. Die Früchte kamen vollends zu Reife und konnten trocken eingeerntet werden.

1822
Am 8. Februar starb allhier der alte Flügel im Oberdorfe in einem Alter von 87 Jahren. Er war der erste Bleicher im Dorfe, deren jetzt mehr als 36 hier sind. Er hinterläßt eine Nachkommenschaft von 115 Personen.
Dieses Frühjahr trat hier eine außerordentliche Hitze, Dürre und Trockenheit ein, welche zwei Wochen vor Ostern anfing und bis 12. Juli, also 17 Wochen dauerte, wo es nicht einen Tropfen regnete. Hafer, Gerste und überhaupt alle Sommerfüchte wurden nur eine Hand lang und vertrockneten und brannten gänzlich aus. Die Ernte fiel schon auf Anfang Juni. Auch reife Birnen, Pflaumen und andere Obstsorten gab es schon im Juni. Viele Leute mußten aus Mangel an Heu, das gänzlich verdorrt war, ihr Vieh verkaufen. Dessen ungeachtet blieben alle Lebensmittel in einem zivilen Preis, weil der Herbst noch fruchtbar war und es viel Viehfutter gab.

1823
Den 12. Mai ereignete sich hier ein großer Schreckensfall, der seit länger als 130 Jahren nicht stattgefunden. Der Inwohner Johann Gottfied Richter, der einen unmoralischen Lebenswandel geführt, erhängte sich nachmittags 5.30 Uhr in seiner Wohnung. Seine jüngste Tochter, ein Mädchen von 12 Jahren, schickte er, da er betrunken nach Hause kam, zu seinem Bruder. Als sie nach einer Stunde wiederkam, und ihren Vater hängen sah, lief sie gleich zum Nachbar und holte Leute herbei. Der Dorfwächter hieb ihn mit dem Säbel los und der Chirurgus Truscher ließ ihn zur Ader, aber vergeblich. Den folgenden Tag wurde eine gerichtliche Anzeige gemacht, und es erfolgte eine gerichtliche Besichtigung. Er ward nicht auf dem Kirchhof, sondern hinter der Kirchhofsmauer nahe am Schulraine in einem hölzernen Kasten nachts um 12 Uhr von zwei Leuten aus der Gemeinde, die dafür 12 Taler erhielten, in die Erde gescharrt.
Vor 130 Jahren soll sich eine Frau in Matzenjürgs Scheune erhängt haben und hierauf in den niederen Viehbigbusch geschafft worden sein.
Auf dem oberen Viehbig hat lange Zeit eine Säule gestanden oder Galgen, wo ehedem ein Mann aus dem Dorfe soll gehangen worden sein.

1824
Seit 40 Jahren sind hier 54 neue Häuser gebaut worden. In diesem Jahre legte auch Christian Traugott Baumhekel im Niederdorfe die zweite Mangel hier an.
Den 20. Mai wurde die große Pfarrgartenmauer unten am Wege gebaut.
Im Monate April wurde hier eine Sammlung für den Sohlander Kirchenbau veranstaltet. Es kamen mehr als 50 Taler ein, die nach Sohland gespendet wurden.

1825
Im Anfange dieses Jahres legte Johann Gottfried Müller, Halbgroßgärtner in Oberwehrsdorf, eine Handwalke an zur Verbesserung der Fabrikation von Leinenwaren.
Den 20. Februar wurden allhier drei Personen, nämlich Traugott Grosche nebst seiner Mutter und Schwester, vom Wahnsinn befallen und mußten, besonders der Sohn, mit Stricken gebunden werden. Er entriß sich seinen Wächtern und wollte dem Pfarrer in der Kirche verbieten, daß er Kommunion halte. Es mußten daher Wächter vor die Kirchtüren gestellt werden. Dieser Zustand dauert das ganze Jahr hindurch.

1828
In diesem Jahre wanderten auch viele Familien und Einwohner hiesigen Ortes wegen Mangel an Verdienst und Nahrung nach Polen aus und machten sich dort ansässig. Es waren mehr als 5 Familien, z.B. Eiserts Beck mit seiner Familie, Gottlob Eisert, Halbgroßgärtner mit den Seinigen, Gottlieb Augsten im Obersdorfe (Osbauers Gottlieb), Johann Gottfried Zistel, Mitbauer und Gerichtschöppe, Gottlob Tietze, Viertelbauer in Niederwehrsdorf, insgesamt 38 Personen.

1829
Den 18. September ward die hier neu anzulegende Kommerzialstraße von der Straßenbaukommission etliche Tage hintereinander abgesteckt.

1830
Den 3. Mai fing man an, die neue Chaussee allhier zu bauen. Es kamen wohl an 300 Arbeiter hier im Ort zusammen, welche den ganzen Sommer hindurch hier einquartiert waren.
Den 25. Mai flogen von 1 Uhr nachmittags bis spät gegen Abend fast ununterbrochen lauter Heuschreckenschwärme in dichten Reihen aufeinander über das Dorf in der Richtung von Südwesten nach Nordosten. Es gab in diesem Jahre eine unsägliche Menge Schmetterlinge, die alle Bäume und alle Wege und alle Sträucher bedeckten und zu Millionen in den Gärten beisammensaßen, so wie im Jahre 1811.

1831
Den 14. Juni fanden die Arbeiter auf der Straße nahe an der Steinigtwolsdorfer Grenze beim Schießen eines Steines gegen 5 Ellen tief hart an dem Rande des Steines eine Menge altes Geld in Brandenburger Drittelstücken und alten 17Kreuzern, alles im Jahre 1600 geschlagen und mitten in diesem Gelde eine Schaumünze und eine Schlange darum, gegen 250 Taler, wie man sagt. 21 Arbeiter, die es fanden, sollen ein jeder 11 Taler 21 Groschen bekommen haben. Der sogenannte böhmische Wenzel soll es ehedem nach einem Diebstahle dorthin vergraben haben.
In der Mitte des Januar sah man auch hier gegen Südosten hin einen großen Kometen mit einem langen Schweif, der besonders deutlich in den Morgenstunden zu sehen war.
Desgleichen bemerkte man auch einen außerordentlich rotstrahlenden Nordschein, welcher viele Menschen in Furcht und Schrecken versetzte: Große Feuersäulen von dunkelgelber Farbe, welche zuletzt eine blutrote Farbe annahmen.
Wegen der immer weiter um sich greifenden und in das Herz von Deutschland eindringenden Cholera kamen den 20. Juni 7 Mann Soldaten hierher, um die schon angeordneten Dorfwachen nach Böhmen zu verdoppeln. Bald darauf kamen wieder 18 Mann mit einem Offizier hierher, da die Grenze von Schlesien an bis ins Erzgebirge besetzt werden mußte. Es ward auch für den Fall der Not ein Krankenhaus gemietet und dazu eingerichtet. Es ward ein Arzt, ein Krankenwärter, Leichenwäscherin usw. dabei angestellt und die nötige Medizin im Voraus besorgt, auch in den Kirchen ein öffentliches Gebet wegen der Cholera angeordnet.

1832
Den 11. August ward die neue, von dem hiesigen Schmied Güntzel und dem Glockengießer Schrötel in Dresden gelieferte Spritze zu ersten Male ausprobiert. Der Versuch fiel zur allgemeinen Zufriedenheit aus. Sie soll über 300 Taler kosten.
Im Monat Dezember fingen hier wieder die Blattern, die seit zehn Jahren hier nicht gewesen, an zu grassieren. Es starben bis Monat Mai 1833 14 Kinder, die nicht geimpft waren, daran.

1833
Ein höchst merkwürdiges Ereignis und eine unaussprechliche Wohltat, wofür wir dem Herrn unserm Gott nicht genug danken können, wird und muß jederzeit für ganz Sachsen sein, daß die Cholera, die doch fast kein Land verschont hat und überall soviel Verwüstungen angerichtet, unser Vaterland verschont hat. Sie näherte sich von allen Seiten bis an die Grenze.
Den 27. Dezember trafen hier drei Grenzaufseher ein, die wegen des neuen preußischen Zollverbandes hier stationiert, fortdauernd die Grenze nach Böhmen beaufsichtigen sollten.

1836
Den 19. April geschah hier im Gotteshause bei einer Trauung ein Vorfall, der sehr traurige Folgen hätte nach sich ziehen können. Der Bräutigam, Carl Gottlieb Matthes aus Steinigtwolmsdorf, fiel während der Traurede, da er sich vorher auf dem Wege von Steinigtwolmsdorf bis hierher etwas mochte erhitzt haben, in eine Ohnmacht, stürzte vor dem Altar rücklings nieder, schlug mit dem Kopfe an den Taufstein an und dann auf die harten Ziegelsteine, so daß er für tot aufgehoben wurde. Durch schnelle Hilfe, durch Waschen mit Wasser und Wein, erholte er sich bald wieder, und die Trauung konnte vollzogen werden. Nach ihrer Rückkunft nach Steinigtwolmsdorf hatte die Braut im Hochzeitshause das nämlich Schicksal.
Den Herbst grassierte die Ruhr allhier, an welcher sowohl junge, als alte Leute plötzlich dahingerafft wurden und gegen 15 Personen daran starben.

1837
Am Anfange dieses Jahres grassierte auch hier wie in ganz Europa die Grippe, und es war fast kein Haus, wo nicht Kranke darnierderlagen. Es starben aber wenig Menschen, da hingegen in dem benachbarten Sohland im Januar 35 Menschen starben und jeden Tag immer zwei oder drei Leichen ausgeläutet wurden.
Diesen Winter zeigten sich mehrmals große Nordscheine und Nordlichter, und es schien oft, als ob in der Ferne große Feuersbrünste wüteten, da oft der Schnee ganz blutrot schien.

1838
Am Karfreitag früh beim Tagesanbruch sah man hier nach Böhmen zu bei einem heftigen Sturmwinde eine große Röte am Himmel. Bald kam die Nachricht, daß das benachbarte Städtchen Schluckenau in Flammen stünde. Das Feuer war bei einem Bäcker ausgekommen, und fast die ganze Stadt, die Kirche und Pfarrwohnung ausgenommen, brannte darnieder. Unsere Spritze, die sogleich am Morgen abfuhr, suchte die Kirche zu erhalten und zu retten. Es wurde sogleich eine Geldsammlung zur Unterstützung der Abgebrannten veranstaltet, und es kamen sogleich außer mehreren Privatspenden 31 Taler ein.

1839
Den 22. April ward hier die Gemeindeordnung eingeführt und Johann Gottlieb Böhme, Viertelbauer und Leinwandhändler im Oberdorfe, durch die Mehrheit der Stimmen zum Gemeindevorstande gewählt.

1842
Am 5. Mai Riesenfeuersbrunst im Hamburg. Diese verursacht auch hier einen großen Schrecken, da der Handel mit Matratzen- und grober Packleinewand, die hier gefertigt wurden und wöchentlich drei bis vier geladene Wagen nach Dresden und von da weiter bis Hamburg auf der Elbe fortgeschafft wurden, gänzlich ins Stocken kam.

1844
Am 2. Februar nahm die Totenbeschau, die gesetzlich schon an mehreren Orten eingeführt war, auch hier ihren Anfang, und der Chirurg Schuster ward mit acht Talern Gehalt jährlich zum Totenbeschauer gewählt.

1847
Bei der allgemeinen Zählung der Einwohner unsers Ortes ergab sich, daß in unserem Orte 1580 Seelen, mit den Abwesenden und auswärts Dienenden mehr als 1600 Seelen gezählt wurden.

1854
Leitzmanns Numismatische Zeitung von 1854 berichtet auf Spalte 144, daß man laut einer Nachricht im Oberlausitzer Journal 1854 auf Wehrsdorfer Flur unter einem Stein 20 Brakteaten gefunden habe, davon höchstens 5 erhalten seien. Zwei davon befinden sich heute noch im Bautzener Museum.
Die beiden Brakteaten, einseitig geprägte Blechmünzen, stammen aus der Zeit von 1230 bis 1250. Ein Stück gehört König Wenzel I von Böhmen 1230 bis 1253, vielleicht aus einer Oberlausitzer Münzstätte. Man sieht darauf den sitzenden König mit einem Zinnenturm in der rechten und einem aufgerichteten Löwen in der linken Hand. Die andere Münze gehört dem Bischof Konrad I von Meißen 1240 bis 1258. Sie zeigt den sitzenden Bischof in der Bischofsmütze, welcher in der Rechten den Bischofsstab, in der Linken eine Fahne hält.
Schade, daß nicht mehr von dem Funde erhalten geblieben ist; er hätte unsern sehr manglhaften Kenntnissen über die Geldverhältnisse der Oberlausitz um die Mitte des 13. Jahrhunderts aufhelfen können.
Dieser Fund ist die älteste bekannte Wehrsdorfer "Urkunde". Er beweist, daß Wehrsdorfer Tal schon 1250 begangen, also doch wohl auch schon besiedelt war.

1880
In diesem Jahr wurde ein auf dem Felde arbeitendes Mädchen vom Blitz getötet.

1886
Am 21. Juli fegte ein Wirbelsturm quer durch den Ort, knickte die Bäume wie Streichhölzer, sodaß die Chaussee eine Zeit lang gesperrt war. Auch herrscht während desselben völlige Dunkelheit zur Tageszeit.

1897
In diesem Jahr wurde Wehrsdorf im Juli durch Hochwasser heimgesucht. Die Straßen waren überschwemmt, Wege aufgerissen und ein besonders tief gelegenes Haus stand fast zur Hälfte unter Wasser. Im darauffolgenden Jahre fiel ebenfalls ein wolkenbruchartiger Regen, der eine zum Glück kleinere Überschwemmung zur Folge hatte.
Am 12. Oktober schlug der Blitz in den Kirchturm, glücklicherweise ohne zu zünden, jedoch mit solcher Gewalt, daß das Erdreich durch die zersprungenen Fenster bis auf die obere Empore geschleudert wurde.

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